Allergen: alle Medikamente, besonders häufig Antibiotika (Penicillin), Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure oder Salicylaten, Rheumamittel, Sulfonamide, chininhaltige Mittel, Pflaster; auch Naturheilmittel (z.B. Kamille)
Symptome: Hautreaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Nesselfieber); Störungen des Allgemeinbefindens, Gliederschmerzen, Migräne, Asthmaanfälle, allergischer Schock
Diagnose: bei Einnahme eines einzigen Medikaments relativ einfach, weil Symptome nach dessen Einnahme auftreten; ansonsten: Hauttest/Pricktest (Allergen wird mit einer Nadel unter die Haut geritzt, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin)
Vorsorge: konsequentes Meiden des Allergens; Information des Arztes über bestehende Allergie (Vorlage des Allergiepasses), Verordnung von Ausweichmedikamenten; Medikamenteneinnahme nur nach ärztlicher Vorschrift
Behandlung: Linderung der Symptome durch entspechende Medikamente nach ärztlicher Anweisung
Hausstauballergie
Allergen: Kot von Hausstaubmilben
Symptome: Dauerschnupfen (ganzjährig verstopfte Nase, Niesanfälle und Fließschnupfen); Reaktionen besonders stark in Schlafräumen und nachts im Bett; Asthmaanfälle
Diagnose: Hauttest/Pricktest (vermutete Allergene werden mit einer Nadel unter die Haut geritzt, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin), Provokationstest (Einatmen des Allergens unter ärztlicher Kontrolle)
Vorsorge: Staubreduzierung durch Verzicht auf Staubfänger wie Teppichböden, Federbetten, Sofakissen, Plüschtiere usw., durch wöchentliches Wechseln der Bettwäsche, feuchtes Reinigen von Fußböden und Möbeln; häufiges und ausgiebiges Lüften (Hausstaubmilben gehen an der frischen Luft zu Grunde)
Behandlung: Hyposensibilisierung (Einspritzen des Allergens in kleinen, ständig ansteigenden Dosen); Medikamente: Antihistaminika; Nasensprays und Augentropfen mit Cromoglicinsäure zum Abschwellen der Schleimhäute und Unterbinden des Juckreizes
Heuschnupfen/Pollenallergie
Allergene: Pollen von blühenden Gräsern, Getreide, Bäumen, Sträuchern und Blumen
Symptome: Niesanfälle, Juckreiz im Nasen- und Rachenraum, Fließschnupfen, Augentränen, Anschwellen der Schleimhäute; Asthmaanfälle
Diagnose: Hauttest/Pricktest (vermutete Allergene werden unter die Haut geritzt, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin); Provokationstest (Einatmen der Pollen unter ärztlicher Kontrolle)
Vorsorge: Meiden des Allergens (Hilfe bietet der Pollenflugkalender) durch Verzicht auf alle Arbeiten und sportliche Betätigung im Freien bei Luftbelastung mit allergieauslösenden Pollen; Ortswechsel in der Zeit des größten Pollenflugs (Urlaub im Gebirge oder am Meer); Meiden von bestimmten Nahrungsmitteln (Gefahr von allergischen Kreuzreaktionen)
Behandlung: Hyposensibilisierung (Einspritzen des Allergens in kleinen, ständig ansteigenden Dosen); Medikamente: Antihistaminika; Nasensprays und Augentropfen mit Cromoglicisäure zum Abschwellen der Schleimhäute und Unterbinden des Juckreizes
Insektengiftallergie
Allergen: Gift, das bei Stichen von Wespen, Bienen, Hornissen und mitunter auch Mücken in den Körper gelangt
Symptome: Hautreaktionen (Brennen, Jucken, Rötung, Schwellung); Schmerzen an der Einstichstelle; Hitzewallungen, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden bis hin zum allergischen Schock.
Diagnose: in der Regel relativ einfach, weil Symptome oft unmittelbar nach dem Insektenstich bzw. an der Einstichstelle auftreten; ansonsten: Hauttest/Pricktest (Allergen wird mit einer Nadel unter die Haut geritzt, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin)
Vorsorge: vorsichtiges Verhalten in der Nähe von Insekten (nicht nach den Tieren schlagen); Fußbekleidung im Freien
Behandlung: Linderung der Symptome durch entspechende Medikamente (Antihistaminika), Kühlen der Schwellung usw., u.U. nach ärztlicher Anweisung; evtl. Hyposensibilisierung (Einspritzen des Allergens in kleinen, ständig ansteigenden Dosen)
Kontaktallergie
Allergen: meist chemische Substanzen wie Kunststoffe, Metalle (Nickel), Kosmetika, Gummi, Farben, Pflanzenschutzmittel; auch natürliche Stoffe (z.B. Naturfarben)
Symptome: Hautreaktionen, beginnend erst einige Stunden nach dem Kontakt mit dem auslösenden Stoff, wie Rötungen, Schwellungen und Bläschenbildung an der Kontaktstelle, die sich über den ganzen Körper ausbreiten können, später Schuppen- und Krustenbildung; Ekzem
Diagnose: Hauttest/Epikutantest ("Pflastertest": vermutete Allergene werden auf die Haut aufgebracht, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin)
Vorsorge: Meiden des Allergens; bei berufsbedingter Kontaktallergie evtl. Berufswechsel (u.U. Anerkennung als Berufskrankheit)
Behandlung: Linderung der Symptome durch entspechende Medikamente nach ärztlicher Anweisung
Nahrungsmittelallergie
Allergen: Lebensmittel und deren Bestandteile, besonders häufig Milch- und Hühnereiweiß, Obst, Nüsse, Gewürze, Kaffee, Tee, Konservierungsstoffe
Symptome: Magen-Darm-Symptome (Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, Bauchschmerzen, wiederkehrendes Erbrechen, chronischer Durchfall); Hautsymptome (Hautausschlag, Juckreiz, Nesselfieber); Luftwegssymptome (Schnupfen, Schleimhautanschwellung, Asthmaanfälle); Migräne; allergischer Schock
Diagnose: Hauttest/Pricktest (Allergene werden mit einer Nadel unter die Haut geritzt, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin); Provokationstest (Einatmen des Allergens unter ärztlicher Kontrolle); Karrenztest/Suchdiät (Ermittlung des Allergens durch eingeschränkte Nahrungsmittelauswahl)
Vorsorge: konsequentes Meiden des Allergens
Behandlung: wie Vorsorge; bei akuter Erkrankung: Linderung der Symptome durch Diät oder Medikamente
Schimmelpilzallergie
Allergen: Schimmelpilze
Symptome: Dauerschnupfen (ganzjährig verstopfte Nase, Niesanfälle und Fließschnupfen); Reaktionen besonders stark in feuchten Räumen (Küche, Bad); Asthmaanfälle
Diagnose: Hauttest/Pricktest (Allergene werden mit einer Nadel unter die Haut geritzt, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin)
Vorsorge: Vermeidung der Bildung von Schimmelpilzen (Entfernen von Stockflecken in Gebäuden, von Luftbefeuchtern und Klimaanlangen; Lagerung von Obst und Gemüse im Kühlschrank; Entfernung von Küchenabfällen aus der Wohnung); keine Gartenarbeit (Schimmelpilze in Boden und Kompost)
Behandlung: Medikamente: Antihistaminika; Nasensprays und Augentropfen mit Cromoglicinsäure zum Abschwellen der Schleimhäute und Unterbinden des Juckreizes
Tierhaarallergie
Allergen: Hautschuppen, die an Tierhaaren haften; Eiweißstoffe aus Speichel und Urin der Tiere
Symptome: Dauerschnupfen (ganzjährig verstopfte Nase, Niesanfälle und Fließschnupfen); Asthmaanfälle; Reaktionen besonders stark in der Nähe von Tieren
Diagnose: Hauttest/Pricktest (Allergen wird mit einer Nadel unter die Haut geritzt, Hautreaktionen deuten auf Allergie gegen den Stoff hin)
Vorsorge: Kontakt mit Tieren meiden
Behandlung: bei berufsbedingten Tierhaarallergien evtl. Hyposensibilisierung (Einspritzen des Allergens in kleinen, ständig ansteigenden Dosen)