Der Schlaganfall ist eine dramatische Erkrankung. Nach Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen stellt er die dritthäufigste Todesursache in der Bundesrepublik Deutschland dar. Mehr als 200.000 Bundesbürger erleiden nach Schätzungen jedes Jahr einen Schlaganfall. Jeder fünfte von ihnen stirbt unmittelbar an den Folgen. 70 Prozent behalten Folgeschäden, vor allem Lähmungen und Sprachstörungen.

Beim Schlaganfall verstopft in den meisten Fällen ein Blutgerinnsel eine Ader im Gehirn. Als Folge wird ein Teil des Gehirns von der Blutversorgung abgeschnitten - die Nervenzellen sterben ab. Um diesen Zelltod zu verhindern, muss der Schlaganfall so rasch wie möglich behandelt werden. Die Behandlung besteht unter anderem in der Gabe von Blut verdünnenden Medikamenten.

Jeder dritte Schlaganfall kündigt sich durch Warnzeichen an, wie etwa Sehstörungen oder Taubheitsgefühle im Körper. Der Hirninfarkt ließe sich in diesen Fällen verhindern, wenn die Betroffenen die Symptome kennen und ernst nehmen würden.

In den vergangenen Jahren ist viel Energie auf die Aufklärung der Bevölkerung verwendet worden, um die Dringlichkeit der Krankenhauseinweisung bei Verdacht auf Schlaganfall, der immer ein Notfall ist, zu verdeutlichen.

Seine Folgen können durch raschen Beginn therapeutischer Maßnahmen häufig abgemildert werden. Welche Art der Behandlung notwendig ist, hängt davon ab, ob der Schlaganfall durch einen Gefäßverschluß oder durch eine Hirnblutung verursacht worden ist. Diese Unterscheidung gelingt durch eine bildgebende Untersuchung, entweder eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT).

Alle Anstrengungen von den Patienten selbst, von einweisenden Ärzten oder Angehörigen, den Betroffenen so früh wie möglich ins Krankenhaus zu bringen, laufen jedoch ins Leere, wenn dort wertvolle Zeit verloren geht, bis die CT oder MRT-Diagnostik durchgeführt wird und die Behandlung beginnen kann, für die ein enges Zeitfenster von wenigen Stunden zur Verfügung steht.