Steuergünstig eine eigene Haushaltshilfe einstellen

Eine Haushaltshilfe unterstützt Familien, Alleinerziehende oder ältere Menschen bei der Erledigung der Hausarbeit. Dazu zählen Einkaufen, Kochen, Waschen, Putzen und bei Bedarf auch das Bügeln der Wäsche. Minijobs in privaten Haushalten stellen eine besondere Form der geringfügigen Beschäftigung dar und werden durch den Staat über Steuerentlastungen gefördert.

Wer als Privathaushalt eine Haushaltshilfe einstellen will, meldet diese zunächst per Haushaltsscheck bei der Minijobzentrale an. Die Anmeldung kann online ausgefüllt und ausgedruckt werden. Neben den persönlichen Angaben zum Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind die Steuer- und Sozialversicherungsnummern und eine eigenhändige Unterschrift beider Seiten erforderlich. Da auch private Arbeitgeber als Betrieb gelten, benötigen sie eine Betriebsnummer. Diese wird, falls noch nicht vorhanden, im Rahmen der Anmeldung durch die Minijobzentrale vergeben. Privathaushalte zahlen für ihre Minijobber geringere Abgaben als gewerbliche Arbeitgeber. Für die Kranken- und Rentenversicherung werden pauschal 5 Prozent des Lohnes, der nicht über 400,- € im Monat liegen darf, fällig. Hinzu kommen Umlagen für Krankheit und Mutterschutz in Höhe von 0,74 Prozent sowie Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung von 1,6 Prozent. Der Minijobber kann über die Lohnsteuerkarte oder pauschal versteuert werden, bevorzugt nutzen Privathaushalte die Pauschalsteuer von 2 Prozent, die direkt vom Lohn abgezogen werden kann. Private Arbeitgeber müssen der Minijobzentrale eine Einzugsermächtigung erteilen, alle Abgaben werden dann direkt abgeführt. Bei der Steuererklärung können die Ausgaben für eine Haushaltshilfe geltend gemacht werden, es werden bis zu 510,- € erstattet, maximal aber 10 % der Ausgaben. Bild: Uwe Steinbrich  / pixelio.de

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